Veröffentlicht am 08.06.2018

Postbank-Wohnatlas: Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland bis 2030

Die hohe Nachfrage lässt die Immobilienpreise steigen, auch in Deutschland. Das führt zu Diskussionen über eine mögliche Immobilienblase in Deutschland.

Die Nachfrage auf dem deutschen Immobilienmarkt boomt. Im bundesweiten Schnitt gab es 2017 einen Anstieg von (inflationsbereinigt) 5,5%, wie aus dem Postbank-Wohnatlas hervorgeht. In über der Hälfte der Kreise und Städte in Deutschland war demnach der Wohnraum teurer als zuvor - teuerste Stadt ist und bleibt München. Durchschnittlich lag der Preis pro Quadratmeter Wohnfläche bei 6.789 € und kostete damit 8,6 mehr als 2016. Auf Platz 2 folgt nach wie vor Frankfurt am Main. Hier lag der Quadratmeter-Preis bei 4.501 €, gefolgt von Hamburg mit 4.212 €. Berlin befindet sich mit 3.676 € auf Platz 4.

Laut der Studie der Postbank stiegen auch im Umland von Großstädten die Preise deutlich. Demnach sind Immobilienkäufer und Pendler offenbar bereit, für geringere Quadratmeterpreise längere Wege in die Großstädte in Kauf zu nehmen.

Günstige Aussichten für Großstädte in Westdeuschland

Im Vergleich zu östlichen Bundesländern schneiden Großstädte in Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg nahezu durchgehend gut ab. Zu den zehn Regionen mit der höchsten progrostizierten Wertsteigerung zählen acht süddeutsche Städte und Kreise, darunter München und Umland.

Die Top 10 der höchsten Wertsteigerungen bis 2030 im Überblick

RangStadt / KreisPreistrend in % p.a.Preis in Euro pro qm 2017
1 Heilbronn, kreisfreie Stadt 2,99 2.532
2 Erding, Landkreis 2,24 3.996
3 Cloppenburg, Landkreis 1,82 1.667
4 Landsberg am Lech, Landkreis 1,81 3.301
5 München, Landkreis 1,81 5.240
6 Landshut, Landkreis 1,72 2.570
7 Potsdam, Stadt 1,66 3.241
8 Rosenheim, Landkreis 1,64 3.285
9 Ebersberg, Landkreis 1,63 4.529
10 Miesbach, Landkreis 1,61 4.836

Quellen: Empirica, Berechnungen HWWI

Die 10 Städte/Kreise mit dem geringsten Wertzuwachs im Überlick

RangStadt / KreisPreistrend in % p.a.
392 Salzlandkreis, Landkreis -3,57
393 Prignitz, Landkreis -3,60
394 Mansfeld-Südharz, Landkreis -3,75
395 Spree-Neiße, Landkreis -3,78
396 Altenburger Land, Landkreis -3,91
397 Uckermark, Landkreis -3,94
398 Elbe-Elster, Landkreis -3,97
399 Frankfurt (Oder), Stadt -4,23
400 Oberspreewald-Lausitz, Landkreis -4,65
401 Suhl, Stadt -5,52

Quellen: Empirica, Berechnungen HWWI

Postbank-Wohnatlas

Die Studie der Postbank wurde in Zusammenarbeit des HWWI durchgeführt und legt die Kaufpreisentwicklung für Immobilien bis zum Jahr 2030 für insgesamt 401 Städte und Landkreise in der gesamten Bundesrepublik vor.

Zum Postbank-Wohnatlas




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