Umzug

Umzugsplanung leicht gemacht

Ein erfolgreicher und stressfreier Umzug gelingt dann, wenn man sich auf den Tag des Umzuges gut und zeitig vorbereitet und ausreichend helfende Hände organisiert hat. Sind alle wichtigen Vorkehrungen getroffen, geht der eigentliche Umzug, sprich Transport, rasch über die Bühne. Hier erhalten Sie einige hilfreiche Vorschläge, wie Sie Ihren Umzug strukturiert und organisiert angehen, damit Sie reibungslos im neuen Heim ankommen.

Ein Umzug in der Großstadt

Mit einer Checkliste funktioniert der Umzug problemlosWer einen Umzug in der Großstadt vorhat – sei es in die Stadt oder von dort auf's Land ziehen will  –, sollte sich der örtlichen Gegebenheiten bewusst sein, mit denen Großstädte wie München oder Berlin aufwarten: Wenig Platz, enge Straßen, reges Treiben, keine Parkplätze oder Aufzüge im neuen Heim. Was Sie für den Großstadt Umzug beachten sollten und wie Sie sich gut vorbereiten, gerade wenn Sie das erste Mal in eine größere Stadt ziehen, können Sie auf diesen Seiten nachlesen. Mit Hilfe der angebotenen Checkliste wird Ihr Umzug zum Kinderspiel. Ob während der Vorbereitungen oder dem Tag des Umzuges: So fahren Sie sicher und vor allem ganz sicher stressfrei und ohne böse Überraschungen! 

Straßenchaos: Platz für den Möbeltransporter?

Gerade Nebenstraßen in Großstädten sind oft zugeparkt oder mit Halteverboten versehen. Viele Hinzuziehende sind mit dieser Situation nicht vertraut und geraten selbst schnell in Panik. Setzen Sie sich im Vorfeld mit der Parksituation auseinander: Im schlimmsten Falle steht der Möbelwagen zum Ausladen vor der Türe, kann aber nirgends längere Zeit stehen bleiben, ohne dass sich jemand beschwert. Damit das Entladen reibungslos ablaufen kann und Sie es sich nicht gleich am ersten Tag mit den Anwohnern verscherzen, empfiehlt sich im Vorfeld die Beantragung einer Halteverbotszone. Damit kann am Tag des Umzuges ein Parkbereich vor oder hinter dem Haus für den Transporter reserviert werden. So vermeiden Sie lange Suchzeiten nach Parkmöglichkeiten und können nach Ankunft Ihres Mobiliars gleich mit dem Ausladen beginnen. Dadurch sparen Sie wertvolle Zeit, Kraft und Nerven. Außerdem gehen Sie eventuellem Ärger mit den Behörden aus dem Weg.

Vorteile einer Halteverbotszone

  • Sicherer Parkplatz am Umzugstag
  • Kein langes Suchen und Umparken des Möbeltransporters
  • Kurze Wege vom Transporter zur Eingangstür
  • Zeitersparnis
  • Nervenschonend

Genehmigung für Halteverbotszone beantragen

Für die Einrichtung einer Halteverbotszone sind einige Formalitäten wie die Ausnahmegenehmigung der zuständigen Gemeinde oder des Landratsamtes erforderlich. Diese benötigen Sie dann, wenn kein problemloses Abstellen des Umzugswagens in einer Parkzzone möglich ist. Der Fall wäre dies auch dann, wenn der Transporter in einem Halteverbot oder einer Fußgängerzone abgestellt werden soll.
Wichtig für Sie: Der Antrag für eine Parkgenehmigung muss bei der zuständigen Kommune schriftlich und spätestens 14 Tage im Voraus eingereicht werden.

So gelangen sperrige Möbel problemlos in Ihre Wohnung

Treppenhäuser sind gerade in Altbauten wie dem typischen Berliner Plattenbau oder dem Hamburger Zinshaus sehr eng, auch Personen- oder Lastenaufzüge sind rar. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, empfiehlt sich ein Umzugsunternehmen, das auch über Außenlifte verfügt. Fragen Sie vorher nach, ob die Anbringung eines Außenliftes erlaubt ist, denn es gibt auch Bauweisen, die eine Anbringung ausschließen. Eine weitere Alternative bieten sogenannte versteckte Lastenaufzüge, die für Transporte genutzt werden können.
Ob ein solcher Aufzug in Ihrem neuen Treppenhaus verfügbar ist, erfahren Sie vom zuständigen Hausmeisterservice, von dem Sie in der Regel auch die Schlüssel erhalten. Melden Sie Ihren Umzug bereits im Vorfeld an, denn viele Hausmeister sind gerade an Wochenenden nicht rund um die Uhr erreichbar. Ebenso können Sie erfahren, ob es einen größeren Zugang oder gar eine Schleuse gibt. Eine weitere Möglichkeit ist, sich bei ortsansässigen Umzugsunternehmen oder dem Hausmeister zuerkundigen, ob eine Einfahrtsgenehmigung erforderlich ist.

Checkliste für Ihren Umzug: Ein praktischer Helfer

Ein Umzug will geplant sein, damit man nicht auf den letzten Drücker unter Stress gerät und möglicherweise den Umzug gefährdet. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, mit den Vorbereitungen für den Umzug bereits drei Monate im Vorfeld zu beginnen. Eine Checkliste bietet sich an, um an alle wichtigen Dinge zu denken und notwendige Schritte im Auge zu behalten. Nutzen Sie am besten auch die Erinnerungsfunktion Ihres Kalenders. Damit werden Sie automatisch an Termine und Fristen erinnert. Im Besten Falle erleben Sie dann am Umzugstag keine bösen Überraschungen und haben alles im Griff, sodass Sie sich ganz um die Umzugshelfer und das richtige Ein- und Ausladen sowie das nicht zu vernachlässigende leibliche Wohl kümmern können.

Eine ausführliche Checkliste finden Sie weiter unten. 

Lassen Sie sich helfen

Tipp: Beim Umzug auf die Unterstützung von Profis vertrauenNatürlich stehen Ihnen auch immer Ansprechpartner Ihres Umzugsunternehmen bei den Vorbereitungen zur Seite und unterstützen Sie mit vielen Serviceangeboten. Suchen Sie hier nach einem Umzugsunternehmen in Ihrer Nähe und lassen Sie sich beraten. So wird der umfangreichste Umzug problemlos und gut organisiert ablaufen: Vertrauen Sie den Profis!

Zusammenarbeit mit einem Umzugsunternehmen

Für größere Umzüge mit komplettem Hausstand ist ein Umzugsunternehmen empfehlenswert. Hier sind Profis am Werk, die es verstehen, einen Transporter sicher zu beladen und diesen oft auch stellen. Sie haben ein Auge für die Größe des Transporters entsprechend Ihrem Umzugsgut und arbeiten schnell und effektiv. Ungern verzichten möchte man auf die vielen Tipps und Tricks, die den Umzug erleichtern. Außerdem haftet das Unternehmen im Schadensfall. Ein Umzugsunternehmen übernimmt bei Bedarf sogar die Einrichtung einer Halteverbotszone für Ihren alten und neuen Umzugsort, damit der Transporter sicher und so lange wie nötig parken kann und der Umzug so schnell wie möglich über die Bühne geht.

Am Umzugstag selbst sollten alle Umzugskartons verschlossen sein sowie Möbel zum Abbau bereit stehen. So kann das Beladen in den Transporter vonstattengehen.

Kartons richtig kennzeichnen

Tipp: Beim Umzug die Kartons richtig beschriftenVersehen Sie die Kartons mit einem Hinweis auf Ober- und Längsseite, damit sowohl bei Be- als auch Entladen eine Orientierung gewährleistet ist. 
Ebenso empfiehlt sich eine Kennzeichnung der sperrigen Güter, damit sie direkt richtig verteilt und doppelte Wege vermieden werden. Dies hat sich besonders bei größeren Umzügen bewährt. 

Nicht vergessen: Kinder und Tiere

Auch Kleinkinder und Haustiere wollen am Umzugstag versorgt sein. Denken Sie rechtzeitig an eine Betreuungsmöglichkeit, so dass Sie dies am Umzugstag nicht selbst übernehmen müssen.

Gegebenenfalls müssen Sie an Ihrem neuen Zuhause noch einen Termin mit Ihrem Vermieter oder Hausmeister für notwendige Schlüsselübergaben zum Beispiel die der Aufzüge oder Zufahrten vereinbaren.

Machen Sie sich auch bereits zwei Wochen vor dem Umzug Gedanken, wann die nächsten Termine für Sperrmüll oder sonstigen Hausrat im alten Wohnort anstehen, den Sie nicht mehr benötigen. Das spart Platz für den Transporter sowie Zeit und Kraft am Umzugstag.

Checkliste für einen gelungenen Umzug

Ein Monat vor dem Umzug

  • Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung planen
  • Neue Wohnung und Treppenhaus ausmessen sowie neuen Hausmeister nach Lastenaufzug oder Eingängen für sperrige Güter fragen
  • Wohnung, Keller und Dachboden entrümpeln (zum Beispiel mit einer Haushaltsauflösung)
  • Sperrmülltermine erfragen bzw. vereinbaren
  • Termin zur Wohnungsübergabe vereinbaren
  • gegebenenfalls Urlaub für den Umzug beantragen
  • Umzugsunternehmen und/oder weitere Helfer organisieren
  • Nachsendeauftrag bei der Post stellen
  • Vergessen Sie nicht sich bei folgenden Stellen zu melden, sich umzumelden oder Ihre neue Adresse anzugeben:
    • Strom-, Gas-, Wasser-, Fernwärmeanbieter
    • Arbeitgeber / Arbeitsamt
    • Bafög-Zentrale
    • Banken und Sparkasse
    • Finanzamt
    • GEZ (Fernseh-, Radio- und Internetgebühren)
    • Kita (rechtzeitig um eine neue kümmern)
    • Krankenkasse
    • Kreiswehrersatzamt
    • Post (Nachsendeauftrag)
    • Rentenstelle
    • ADAC
    • Schule (rechtzeitig um eine neue kümmern)
    • Telefonanbieter (Festnetz und Mobil)
    • Universität
    • Vereine / Sportvereine
    • Versicherungen
    • Zeitungsverlage (Abonnement ändern)
  • Kontrollieren, ob alle Schlüssel zur alten Wohnung vorhanden sind (inklusive Briefkasten und Dachboden-/Kellerschlüssel)
  • Halteverbotszone bei der Gemeinde jeweils am alten und neuen Wohnort beantragen

14 Tage vor dem Umzug

  • Genügend Umzugskartons bereitstellen
  • Klebebänder, Kabelbinder, Notizzettel und Decken besorgen
  • Neue und alte Nachbarn über den Umzug informieren

Eine Woche vor dem Umzug

  • Übergabe der alten Wohnung abwickeln
  • Schlüssel für die neue Wohnung besorgen
  • Kisten packen (nicht zu schwer) und beschriften
  • Möbelstücke auseinanderbauen
  • Schild für die Parkplatzreservierung anbringen

Zwei bis drei Tage vor dem Umzug

  • Kühlschrank leeren und Gefrierfächer vollständig abtauen
  • Verpflegung und Getränke für die Umzugshelfer organisieren
  • Extra Kiste packen mit: Seife, Klopapier, Wischlappen, Küchenpapier, Abfallsäcken, Putzzeug, Werkzeug, Schnur, Klebeband,
  • Kartonmesser, Bleistift, Verlängerungskabel, Taschenlampe, Glühbirnen
  • Neue bzw. alte Wohnung streichen (gegebenenfalls im Mietvertrag nachlesen, welche Reparaturen vereinbart wurden)
  • Strom- und Wasserzähler ablesen
  • Möbelstellplan für die neue Wohnung skizzieren

Am Umzugstag

  • Putzmaterial in der alten Wohnung bereitstellen
  • Wertsachen bei sich tragen
  • Böden in der neuen Wohnung mit Pappe, Folie oder Decken schützen
  • Möbelstellplan in der neuen Wohnung aufhängen
  • Umzugshelfern erklären, was wo hingestellt werden soll
  • Notwendiges gleich einrichten: Lampen installieren, Birnen einschrauben sowie WC- Papier, Handtücher und Seife bereitlegen
  • Schlüsselübergaben
  • Eventuelle Schäden an den Möbeln oder der Wohnung protokollieren

Nach dem Umzug

  • Namensschilder vor allem am Briefkasten anbringen
  • Stromzählerstand der neuen Wohnung aufnehmen
  • Mängel der neuen Wohnung zeitnah protokollieren
  • Ummelden: Einwohnermeldeamt, GEZ, Finanzamt, Kfz-Versicherung und Straßenverkehrsamt
  • Anwohnerparkausweis bei der zuständigen Kommune organisieren