Dem Winterdienst im Sommer „Danke“ sagen

Veröffentlicht am 30.06.2016

In Hilden bedankte sich der Bürgermeister mit einem Sommerfest beim Winterdienst.Im nordrhein-westfälischen Hilden wurde dem Winterdienst Personal der letzten Saison mit einem kleinen Sommerfest für ihre Arbeit gedankt. Anders als bei den großen Nachbarn vom Winterdienst Düsseldorf ist die Meldung zur Arbeit im beschaulichen Hilden eine freiwillige. Im letzten Winter gab es insgesamt 74 Helfer in der Truppe – neben dem Team des ansässigen Bauhofs packten ebenfalls Mitarbeiter der Stadtgärtnerei und der Stadtentwässerung sowie einige Beschäftigte eines lokal verwurzelten Unternehmens mit an. Auch wenn der vorangegangene Winter nicht der strengste der jüngeren Vergangenheit war, so summierte sich doch die Anzahl der Einsätze auf 25. Je nach Witterung kam es dabei zu sogenannten Teil- oder Voll-Einsätzen mit 26, beziehungsweise 64 Mitarbeitern.

Veranstaltet wurde das Winterdienst Sommerfest vom Hildener Bürgermeister, der es sich nicht nehmen ließ, den tatkräftigen Helfern neben einem Mittagessen auch warme Worte der Dankbarkeit mit auf den Weg zu geben. Er gestand, dass er bei dem Gedanken, morgens noch im Bett liegen zu können, während die Kräfte vom Winterdienst bereits draußen bei der Arbeit sind, sich trotzdem mal wieder einen richtigen Winter wünsche – auch wenn dieser ein mehr an Arbeit für die fleißige Truppe bedeutet. Übel nahm ihm das jedoch niemand auf der traditionellen Veranstaltung, zu schön war der sommerliche Tag.

Im Bauhof hängt bisweilen schon die Liste für die anstehende Saison aus. In Hilden ist man sich sicher, dass sich das Freiwilligen-System bewährt hat und möchte es so fortführen. Da die Wintersaison immer unberechenbar ist, dürfen auch gerne mehr als die 54 für den Voll-Einsatz benötigten Kräfte eingetragen werden. So gibt es in arbeitsreichen kalten Tagen auch mal Pausen im Winterdienst. Diese werden auch dankend angenommen, bei Arbeitszeiten ab 03:15 Uhr. Dann nämlich muss sich der „Straßeninspekteur“ ein Bild der Lage verschaffen, damit bei benötigter Räumung oder anstehendem Streueinsatz pünktlich um 04:15 Uhr gestartet werden kann. Ist dann die maschinelle Schneeräumung abgeschlossen, rücken noch der Handräumdienst um 05:15 Uhr aus, um letzte Stellen wie Zebrastreifen, Haltestellen und Ampeln gemäß der Räum- und Streupflicht für die Bewohner und Besucher der Stadt sicher zu machen.