14. BIM-Anwendertag – Das Faciliy Management profitiert immer mehr

Veröffentlicht am 23.06.2016

Beim BIM-Anwendertag in Essen wurde einmal mehr deutlich, dass sich die Branche im Facility Management mehr und mehr damit beschäftigt.Bereits zum 14. Mal trafen über 300 Gäste der Branche in Essen zusammen, um auf dem BIM-Anwendertag über die Entwicklung und Möglichkeiten des Building Information Modelling zu debattieren. Vor etwas mehr als einem halben Jahr forcierte Bundesverkehrsminister Dobrindt zur Offensive hinsichtlich der Digitalisierung der Baubranche in Deutschland. Seitdem boomen die Messen und Gesprächsrunden. Gefreut hat das unter anderem dem Verein buildingSMART, der sich wie keine andere Organisation in der Branche für einheitliche Standards und Prozesse einsetzt. Noch sehr neu in diesem branchentechnologischen Umfeld ist das Facility Management. Doch mehr und mehr entdeckt man dort viele Vorteile des BIM für sich. Gerade ein konsistent durchgängiges Datenmanagement auf digitaler Ebene verspricht für Facility Manager effizientes Arbeiten. Da aber gerade dort nochmals andere Anforderungen gelten als in der Baubranche direkt, gilt es zunächst, die Interessen zu sammeln, zusammenzubringen und daraus Perspektiven zu entwickeln.

Auf dem Weg zu eben jenen Perspektiven haben sich vor kurzem der CAFM-RING, die TÜV SÜD Ausbildungsinitiative und der DeuBIM zusammengeschlossen. Entwickelt wurde ein Konzept, um in der Praxis angehäuftes Wissen direkt weitergeben zu können. Der Fokus soll unmittelbar auf der Praxis liegen, weshalb die Referenten auch bestenfalls aus der Praxis kommen – weniger soll es um einen wissenschaftlich-akademischen Ansatz gehen. Starten soll das Programm nach einer Präsentation auf der EXPO REAL München 2016 noch im Herbst diesen Jahres. Dort wird möglicherweise auch nochmals deutlich gemacht, dass BIM nicht mit einer Hausverwaltungssoftware zu vergleichen ist, was viele Branchenexterne denken.

Aktuell lässt sich beinahe täglich bestaunen, was mit BIM möglich ist, nämlich bei der Fußball Europameisterschaft in Frankreich. Drei der EM-Stadien wurden mithilfe von Building Information Modelling durchkontruiert. Diese sind das Stade des Lumières in Lyon, eröffnet erst in diesem Jahr, das Matmut Atlantique in Bordeaux, eröffnet 2015, und das Stade Vélodrome in Marseille, das vor der EM ausgebaut wurde. Insgesamt kommen die mit Tekla Structure durchkonstruierten Arenen 17 mal im Einsatz. Nicht zuletzt zeugt diese Tatsache vom Boom der BIM-Anwendungen, die in den nächsten Jahren gerade im Facility Management und möglicherweise direkt bei einer Hausverwaltung sicherlich noch an Bedeutung gewinnen wird.